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Lassa-Fieber

schwere, mitunter tödlich verlaufende Viruskrankheit, die der Gruppe der hämorrhagischen Fieber zugerechnet wird, da die Betroffenen zu Blutungen neigen. Erstmals trat das Lassa-Fieber 1969 in Lassa (Nordnigeria) auf, bis 1998 sind der WHO nur Erkrankungsfälle in westafrikanischen Ländern (neben Nigeria Liberia, Sierra Leone und Guinea) gemeldet worden.

Ursache: In Westafrika ist v. a. die sog. Vielzitzenratte, ein dort weit verbreiteter Nager, Träger der Erreger. Die gesund erscheinenden Tiere scheiden das Virus mit dem Urin aus und verseuchen das Umfeld (Häuser, Nutzgegenstände, Lebensmittel) des Menschen, der den Erreger dann direkt aufnehmen kann. Der Kontakt mit Kranken und seinen Körpersekreten kann ebenso zur Ansteckung führen.

Befund: Nach etwa 1 Woche entwickelt sich ein schleichendes und zunächst uncharakteristisches Krankheitsbild mit hohem Fieber, Husten und hoch schmerzhaften Entzündungen des Rachenraumes. Später treten Blutungen der Augenbindehäute, aus der Nase, dem Magen-Darm- und Harntrakt hinzu. Herz- und Kreislaufversagen durch Blutvolumenmangel kann zum Tode führen; etwa jeder 10. Krankenhauspatient verstirbt. Überlebt der Kranke die 2. Krankheitswoche, tritt eine lang dauernde Genesungsphase ein, oft mit vorübergehendem Haarverlust und Schwerhörigkeit.

Behandlung: Unter intensivmedizinischer Betreuung erfolgt der Ausgleich des lebensbedrohlichen Flüssigkeits- und Blutverlusts. Mit antiviralen Medikamenten werden beachtliche Behandlungserfolge erzielt, die Sterblichkeit konnte gesenkt werden. Eine vorbeugende Einnahme bei erhöhtem Ansteckungsrisiko wird empfohlen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010

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